Aufgaben der Stadtentwicklung und Stadtplanung (MA 18)

Die Abteilung für Stadtentwicklung und Stadtplanung ist eine strategisch ausgerichtete Dienststelle und erarbeitet Grundlagen für eine qualitätsvolle Entwicklung Wiens und der Stadtregion. In der MA 18 werden Trends der räumlichen und strukturellen Entwicklung der Stadt unter Beachtung der regionalen Zusammenhänge beobachtet, erfasst und analysiert. Hier werden Planungsgrundlagen erarbeitet und übergeordnete Ziele sowie Strategien und Maßnahmen zu deren Umsetzung formuliert. Definierte Fachbereiche sind Stadt- und Regionalentwicklung, Raumanalysen und Stadtsoziologie, transdisziplinäre urbane Themen, Mobilitätsstrategien, Landschafts- und Freiraumplanung sowie stadtentwicklungsrelevante Informations- und Kommunikationsarbeit.

Trisko: Stadtentwicklung ist ein langfristiges Geschäft. Wir müssen heute schon an die Stadt von morgen denken. Als strategische Abteilung für Stadtentwicklung und Stadtplanung setzen wir selbst keine konkreten Projekte um, wir setzen eine Ebene höher an – wo und wie machen Projekte, also z.B. ein neues Stadtentwicklungsgebiet, eine neue U-Bahn-Linie, Sinn? Im Zentrum dabei steht immer die Frage: Wie gestalten wir das Leben in unserer Stadt zukünftig so, dass die hohe Lebensqualität aufrecht erhalten bleibt? Das hat viel mit räumlich-strategischer Planung zu tun.

Andreas Trisko, Leiter der Abteilung für Stadtentwicklung und Stadtplanung, im Gespräch

Wir müssen dabei den aktuellen Herausforderungen und Trends Rechnung tragen – wie etwa dem Klimawandel, eine der zentralen Fragen der Stadtentwicklung.  Wie können wir schonend mit den Ressourcen, bspw. Boden, umgehen, wie erreichen wir Klimaneutralität? Wie verlieren wir den sozialen Aspekt dabei nicht aus den Augen? Auch das Bevölkerungswachstum stellt uns vor neue Aufgaben, die wir allerdings als Chance verstehen. Denn nur attraktive Städte wachsen, mit dem Schrumpfen einer Stadt geht auch Hoffnung verloren. Wien hat dieses Problem zum Glück nicht.  

Bei all unseren Strategien müssen wir offen sein für Innovationen – ob diese nun bautechnischer oder gesellschaftlicher Natur sind. Und wir müssen auch flexibel agieren können, Planung nur auf dem Reißbrett funktioniert nicht, die Wirklichkeit ist dynamisch. Bei aller Flexibilität ist jedoch in den großen Linien, denen die Stadtplanung folgt, Konsequenz und Kontinuität unabdingbar.

Genau hier setzt unsere Expertise an. Eines ist dabei klar: Wir bauen eine Stadt für die Menschen. Bei der Stadtplanung geht es um eine Übersetzungsarbeit des Kommenden in das Heute.

Die Errichtung eines Stadtteils ist ein höchst komplexer Entwicklungsprozess, denn es sind von der Politik über die Wirtschaft bis hin zur Zivilgesellschaft unzählige Akteure daran beteiligt. Und es ist sehr wichtig, alle bestmöglich in den Entwicklungsprozess einzubinden. Denn letztlich muss man gemeinsam eine Idee entwickeln, die für alle Beteiligten funktioniert.

Dabei agieren wir nicht losgelöst, sondern in enger Zusammenarbeit mit einer Vielzahl an Magistratsdienststellen – von der Flächenwidmung angefangen über die Architektur bis hin zum Wohn- und Schulbau oder den Stadtgärten.

Im Mittelpunkt steht jedenfalls die Entwicklung von vollständigen Quartieren mit passender Infrastruktur, entsprechendem Grün- und Freiraum sowie guter Anbindung vor allem an umweltfreundliche Verkehrsarten, also Öffi-Linien, Radwege aber auch attraktive Fußwege.  Das tägliche Leben soll einfach sein, weil alles richtig und gut miteinander vernetzt ist. Die Grundlagen für diese Planungen werden in den zentralen Strategiedokumenten der Stadt, wie der Smart City Wien Rahmenstrategie, dem Stadtentwicklungsplan STEP und den dazugehörigen Fachstrategien, etwa im Bereich Mobilität oder Grünraum, formuliert.

www.stadtentwicklung.wien.at

www.smartcity.wien.at