Inflation und Immobilieninvestments

Die Zukunft ist angekommen:
Lange erwartet und von vielen vorhergesagt, ist die Inflation nun Realität. Nach einer atemberaubenden Erholung von Finanz- und Sachinvestments seit der Krise 2008 treiben nun Lebensmittel, Energiepreise und Gehälter eine spürbare Teuerungswelle. Was für viele Haushalte zwischen Honolulu und Jakarta Krisenmodus bedeutet, ist für Immobilienbesitzer nicht zwangsläufig schlecht. Im Gegenteil: 

Das beste Investment in einer inflationären Phase sind Schulden. Das gilt ganz besonders, wenn wie jetzt die Finanzierungskosten weit unter der Inflationsrate liegen. Wer jährlich 1,6% Zinsen zahlt, um eine Immobilienveranlagung zu erwerben, die gleichzeitig um 4% wertvoller wird, profitiert von steigenden Preisen. Zwar ist zu erwarten, dass auch in Europa die Zinsen nach oben gehen, allerdings dürfte die Dynamik der gegenwertigen Teuerung nur bedingt mit geldpolitischen Instrumenten beinflussbar sein. Da diese Inflation ist angebotsgetrieben ist, werden die Notenbanker weiter entsprechend verhalten vorgehen. 

Steigende Mietkosten bedeuten für Vermieter steigende Einnahmen und damit einen neutralisierenden Effekt für das eigene Budget. Ähnliches gilt auch für steigende Baukosten für Projekte im Bau – der erhöhte Errichtungsaufwand schlägt sich in einem entsprechend höheren Wert der Immobilie nieder.

Für kurzfristige Spekulationen ist während einer Inflation tatsächlich nicht die Zeit – zu groß ist die Gefahr, Objekte zu überteuert zu erwerben und anschließend keinen Käufer zu finden. Wer mit Bauherrenmodellen oder Vorsorgewohnungen langfristig denkt, ist vor diesem Problem gefeit: Immobilien haben in vielen Krisen gezeigt, dass sie zu den ersten Veranlagungsklassen gehören, die sich nach einer Krise wieder erholen. Wer langfristig in Sachwerte investieren will, liegt mit Wohnimmobilien auch in einer Inflationsphase richtig.